Tipp24Blog

Chronologie eines "Game Over" mit dreijähriger Ansage

Archive for the ‘Pinocchio der Woche’ Category

Kreative Buchführung und sonstige Innovationen

And now for something completely different: Tipp24 Hauptversammlung 2015 in London / ZEAL Network AGM 2015 (Vorstand: Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 26.06.2015

Mr. Hans Cornehl goes to London. Einen seiner wohl eher seltenen Besuche soll Herr Dr. Hans Cornehl der englischen Metropole anläßlich der Hauptversammlung 2015 der ZEAL Network SE (vormals: Tipp24 AG) am 18.6.2015 abgestattet haben. Den Rest des Beitrags lesen »

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Wirtschaftswoche: Chaos bei Tipp24 durch einbehaltenen Spielgewinn (Vorstand Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 01.11.2014

Gewinnauszahlung Glückssache.

Die Wirtschaftswoche stellt den Fall am 2. September 2014 so dar:

„Der Internet-Lottoanbieter Tipp24 musste seine Gewinnwarnung wieder revidieren. Seriöse Anlegerinformation geht anders. Jetzt prüft die BaFin den Fall.

Erst am Sonntag hatte Tipp24 seine Gewinnprognose für 2014 auf zehn bis 20 Millionen Euro gesenkt. Die ursprüngliche Umsatz-Prognose schraubte das Unternehmen auf 90 bis 100 Millionen Euro herab.

Wie kann es sein, dass ein Konzern eine falsche Ad-hoc-Meldung herausgibt, und diese wieder zurückziehen muss?

Auslöser für die Gewinnwarnung war ein angeblicher Lottogewinn bei der Tipp24-Minderheitsbeteiligung MyLotto24 Limited. Die, so sagte es ein Sprecher von Tipp24, habe dem Unternehmen am Sonntag gemeldet, dass der Jackpot in Höhe von 44 Millionen Euro war geknackt worden sei. Tipp24 sei deswegen verpflichtet gewesen, den Kapitalmarkt darüber zu informieren. Tipp24 hatte am Sonntag mitgeteilt, dass ein Teil des Spielgewinns bei MyLotto24 sei zwar durch Sicherungsinstrumente abgedeckt sei. Die hohe Auszahlung belaste aber trotzdem den Gewinn (Ebit) im laufenden Geschäftsjahr mit rund fünf Millionen Euro.“

Wie das geht?

Die Interpretation der neuen (alten?) AGBs bietet Anwälten, Systemadministratoren und schwitzenden Kassenwarten einigen Spielraum. Dort heisst es zum Beispiel:

„10. Rechte von MyLotto24
10.1 Nichtbestehen eines Anspruchs auf Gewinne
10.1.1 Der Spielteilnehmer hat gegenüber MyLotto24 keinen Anspruch auf einen Gewinn und dessen Auszahlung in den folgenden Fällen:
+ für Tipps, die nach dem jeweiligen Annahmeschluss abgegeben wurden,
+ für Tipps, die irrtümlich auf der Website nach Annahmeschluss für die jeweilige Ziehung bzw. das jeweilige Spiel oder bezüglich einer Ziehung oder eines Spiels angenommen wurden, das zum Zeitpunkt der Abgabe des Tipps bereits stattgefunden hat,
+ falls MyLotto24 Kenntnis von einem Irrtum in Bezug auf einen Tipp oder eine Ziehung erlangt und den Spielteilnehmer zur Berichtigung des Irrtums und Bestätigung des Tipps vor Annahmeschluss für die jeweilige Ziehung nicht erreichen kann,
+ für Tipps, die von einem Spielteilnehmer abgegeben wurden, der falsche oder irreführende Angaben in Verbindung mit seinem Spielkonto oder anderweitig in Verbindung mit der Website und der darüber erhältlichen Services gemacht hat,
+ für Tipps, die von einem Spielteilnehmer abgegeben wurden, der an betrügerischen Handlungen in Bezug auf die Abgabe von Tipps, die Führung seines Spielkontos oder anderweitig in Verbindung mit der Website oder der darüber angebotenen Services beteiligt gewesen ist“

Es reicht also, wenn ein Spieler sich unter einem Decknamen bei seinem Spielkonto anmeldet und damit „falsche oder irreführende  Angaben“ macht. Hilfsweise führt der undefinierte Annahmeschluss dazu , daß ein Tipp nur „irrtümlich“ angenommen wird. Grundsätzlich steht ansonsten bis zum Beweis des Gegenteils jeder in Verdacht, Tipp24 „betrügen“ zu wollen. Zum Beispiel durch kursschädliche Gewinnansprüche.

 

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Schliessung bei Tipp24: Tipp24Games verliert über 10 Mio. Euro, Update (Geschäftsführer Hans Cornehl und Sven Ivo Brinck)

Posted by tipp24blog - 07.05.2012

Teures Praktikum. Der Skillgaming-Betrieb Tipp24games wird nach Management-Fehlern und einem Verlust von etwa 10 Mio. Euro in 2012 geschlossen – nachdem er noch 2008 von Cornehl als Alternative zum weiterhin illegalen Lottogeschäft angekündigt worden war. Der Verlust beträgt das 2,5-fache der zuletzt 2008 gezahlten Dividende. Das Jahresergebnis 2010 wird vom Vorstand nachträglich nach oben frisiert.

Im Geschäftsbericht 2011 wird das Ende so beschrieben:

Das Geschäftsmodell der Skill-Based-Games konnte nicht nachhaltig an die Profitabilität des Kerngeschäfts anknüpfen. Daher haben wir uns entschieden, diese Aktivitäten in 2012 in einem geordneten Prozeß einzustellen (Geschäftsbericht 2011 der Tipp24 SE, Seite 66).

In 2008 hieß es zum Thema noch:

Bereits zum Börsengang 2005 hatte [Tipp24] angekündigt, sein Kerngeschäft, die Vermittlung staatlicher Lotterieprodukte, um weitere Produktbereiche zu ergänzen (Pressemeldung Tipp24 vom 26.9.2008).

Tipp24games konnte unter Cornehl und Brinck zu keiner Zeit an die „Profitabilität des Kerngeschäfts anknüpfen“ – statt dessen lieferten beide jährlich steigende Verluste, siehe hier und hier:

2008:       -1.480.896 Euro   (Jahresabschluß 2008, Seite 11)
2009:       -2.370.478 Euro   (Jahresabschluß 2009, Seite 11)
2010:       -3.304.244 Euro   (Jahresabschluß 2010, Seite 9)
2011:       -1.976.000 Euro   (Geschäftsbericht 2011 Seite 66, zweifelhafter Wert)
Summe:   -9.131.620 Euro (Untergrenze).

Frisierter Abschluß 2010:

Der Gesamtverlust liegt vermutlich deutlich über 10 Mio. Euro:  so wurde im „Geschäftsbericht“ 2011 der Verlust für das Vorjahr 2010 nachträglich und unkommentiert heruntergesetzt (von -3.304.244 auf nur -2.423.000) . Nach Logik der Dinge dürfte damit der im GB 2011 angegebene Verlust 2011 von -1.976.000 ebenfalls zu niedrig sein.

Bisheriger Verlust 2010 aus dem Jahresabschluß 2010, Seite 9

Der nagelneue Verlust 2010 aus dem Geschäftsbericht 2011, Seite 66

Fehler 1 – Vermarktungsdefizite von tipp24games:

Zum Scheitern hat offenbar die schleppende Vermarktung von tipp24games beigetragen. Die geringe Spieler-Reichweite ergibt sich aus dem Vergleich mit Wettbewerbern wie King.com (Marktführer), gameduell.de und deutschland-spielt.de. Tipp24games fällt wegen zu geringer Nutzung aus den Alexa-Charts heraus und kann nicht dargestellt werden:

Traffic und Reichweiten von Skillgames im Vergleich: King.com, gameduell.de, deutschland-spielt.de und tipp24games (nicht dargestellt, da unterhalb der Meßgrenze)

Fehler 2 – Keine Medienpartner:

Es ist offenkundig nicht gelungen, lukrative Medienpartnerschaften abzuschließen. Während sich bei King.com Medien wie RTL, ProSiebenSat.1, Bild und große Internet-Portale die Klinke in die Hand geben, blieb tipp24games weitgehend allein.  Das läßt sich schon aus der Google-Site-Statistik entnehmen, in der die Subdomains der Werbepartner ersichtlich sind. Der Spiele-Vorläufer enter.tv wurde bereits in 2007 von ProSiebenSat.1 vermarktet. Cornehl, Brinck und dem aus der Medienstadt München zugereisten Tipp24-Manager Magnus von Zitzewitz fehlte offenbar der Zugang.

King.com                                                   Tipp24games.de

rtl.king.com                                             Keine Einträge
prosieben.king.com
kabeleins.king.com
bild.king.com
tv2dk.king.com
msnde.king.com
msn.king.com
msnpelit.king.com
cl.yahoo.king.com
pe.yahoo.king.com
ar.yahoo.king.com
aol.king.com
aoluk.king.com
aoljeuxfr.king.com
spray.king.com
jeuxfr.king.com
passagen.king.com
jetztspielende.king.com
orange.king.com
images.king.com
imageqa.king.com
zylom.king.com.

3. Fehler – Betriebsprobleme von tipp24games:

Das erfolgsentscheidende Matching der Spieler nach Spielstärke und  die Bekämpfung von Betrug durch automatisierte „Bots“ wurden offenbar nicht ernsthaft verfolgt. Bei tipp24games scheint eine lückenhafte Überwachung des Spielbetriebs zu einer Abwanderung von zahlenden Spielern und zu einem schlechtem Meinungsbild im Netz geführt zu haben.  Das dürfte RTL & Co. nicht entgangen sein. Kommentare auf Webutation.net:

Meinungsbild zu tipp24games.de auf Webutation.net

Echtzeitspiele im Internet stellen höhere Anforderungen als der wöchentliche Ziehungsrhythmus des deutschen Lottoblocks.

4. Fehler – unzureichende M & A – Vorbereitung:

Cornehl, kurzzeitig Investment Manager beim VC Earlybird, und Brinck haben offenbar seit dem Börsengang in 2005 ausführliche Betriebsspionagen Due Diligences bei Greentube (Marke Skill7), enter.tv  und anderen Mitbewerbern durchgeführt. Kunden, Angebote und Erfolgskriterien sollten damit bekannt gewesen sein. Geholfen hat es offenbar nicht.

7 Jahre und 10 Mio. Euro später ist das Ergebnis mau. Nachdem eine Übernahme zum Prozeß vor dem Hamburger Landgericht führte und kürzlich das Jahr 2010 nachfrisiert wurde, hat Cornehl nun den Exit offenbar als Transaktion unter Gleichen strukturiert: Käufer von tipp24games ist der wegen Bilanzfälschung in 2009 zu 3 Jahren und 10 Monaten Haft verurteilte Markus Scheer. Als Vorstand  der börsennotierten Phenomedia AG hatte er deren Umsatz mit über 100 Scheinfirmen in die Höhe getrieben, bevor sie spektakulär zusammenbrach. Über die diesbezüglichen Aussichten für Tipp24 SE wurde bereits hier und hier geschrieben. Über die weitere „Diversifikation“ wird der Vorstand auf der Hauptversammlung 2012 Rede und Antwort stehen müssen.

M&A-Experten: Ex-Vorstand Scheer (100 Scheinfirmen und 3 Jahre 10 Monate Haft), Vorstand Cornehl (Strohmanngeschäfte mit 3 Scheinfirmen laut VGH Hessen), Mitarbeiter Brinck

Neuer Betreiber von Tipp24games (Mai 2012)

Liste der Gesellschafter des neuen tipp24games-Betreibers

Nachtrag:

Die Ex-Marketing-Mitarbeiter von tipp24games sollen in Kürze von der deutschen Lotto 24 AG ihre Gehälter beziehen. Dieses Geschäft ist auch aus anderen Gründen zum Scheitern verurteilt, näheres in Kürze an dieser Stelle.

Online-Bewerbung des Ex-Geschäftsführers Sven Ivo Brinck vom Mai 2012:

„Kurz und knackig für die Suchmaschine: Über 12 Jahre Erfahrung in der Onlineindustrie: gaming, gambling, lotterien, lotto, internet, ecommerce, facebook games, social gaming, onlinegames, skillgames, casualgames, business development, innovationsmanagement, kreative prozesse, trendforschung, trendscouting, merger, acquisitions, m&a, change management und noch viel mehr : – )“ (xing.com)

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Tipp24 Hauptversammlung kostet 11,7 Mio. Euro (Vorstand Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 27.06.2011

Teures Event. Um vor der Hauptversammlung 2011 ein peinliches Kapitel abzuschließen, verzichtet Vorstand Cornehl für Tipp24 auf 11.700.000 Euro. Das ist der Betrag, den er der englischen Dependance der Münchner Rück im Streitfall um den Jackpot-Schaden vom 23.9.2009 erläßt.

2009 – Versicherungsschaden und Insiderhandel:

Am 2.11.2009 hatte Cornehl verkündet, daß die Versicherung 21.700.000 Euro zahlen werde. Am selben Tag verkaufte er seine Tipp24-Aktien. Einen Tag später berichtete die FTD, daß die Versicherung wegen Rechtsproblemen nicht zahlen wolle.

2011 – Verzicht:

Trotz der angeblich günstigen Rechtslage nach dem EuGH-Urteil vom 8.9.2010 verzichtet Cornehl nun am 24.6.2011, wenige Tage vor der Hauptversammlung am 29.6.2011, auf 11.700.000 Euro. Das ergibt sich aus der Erhöhung der Jahresprognose um 10.000.000 Euro wegen „Beilegung eines Rechtsstreites über die Auszahlung einer Versicherungsleistung“. Die ganzen 21.700.000 waren in 2010 ausgebucht worden.

An der Vertuschung des Insider- und Versicherungsskandals beteiligen sich die Aktionäre damit in Höhe von drei Jahresdividenden (2008).

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Tipp24-Gesagt-Gemeint: „Setzen wir ein klares Zeichen für den Wiederaufbau des Vermittlungsgeschäfts…“ (Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 29.09.2010

In ihrer Reihe „Gesagt-Gemeint“ analysiert die FTD täglich Äußerungen von prominenten Wirtschaftspersonen.
tipp24blog erweitert die Reihe um Aussagen von Wirtschaftsflüchtlingen.

Am 29.9.2010 gab Vorstand Hans Cornehl in einer etwas pompösen Pressemitteilung bekannt, daß das Unternehmen 361.180 Aktien aus dem eigenen Bestand verkauft hätte.  Zuvor hatten die Aktionäre auf der Hauptversammlung 2010 eine Kapitalerhöhung um 3.992.544 Aktien verhindert. Den Rest des Beitrags lesen »

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EuGH: Fata Morgana am Hamburger Straßenbahnring. Glücksspielstaatsvertrag bleibt. (Tipp24, Vorstand Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 10.09.2010

Fata Morgana in der Lottowüste. Das deutsche Lotto-Monopol und der Glückspielstaatsvertrag werden durch das Urteil des EuGH  in der Sache Carmen Media ./. Land Schleswig-Holstein vom 8.9.2010 (C-46/08) nicht angetastet.

Der EuGH hebt keine Gesetze oder Staatsverträge auf. Der EuGH gibt Verwaltungsgerichten in seinem Urteil lediglich zwei  Hinweise für laufende Verfahren:

  1. Sollten die staatlichen Lottogesellschaften ihre Werbung nicht einschränken, könnte nach Ermessen des befaßten Gerichtes wegen mangelnder Kohärenz im Sinne eines privatwirtschaftlichen Prozeßgegners entschieden werden. Ob Verwaltungsgerichte tatsächlich so entscheiden werden, ist völlig offen. Oberverwaltungsgerichte können diese Entscheidungen wieder aufheben. Verfahrensdauer: 2-3 Jahre.
  2. Sollte der Bund den Zugang zu Spielautomaten (siehe SpielV) nicht einschränken, gilt gleiches.

Auch ohne Manager Legal & Business Affairs bei Tipp24 ist für den dortigen Noch-Vorstand Hans Cornehl absehbar:

  1. Die Lotteriegesellschaften werden ihre Werbung sofort einschränken oder einstellen.
  2. Der Bundesrat wird umgehend eine Verschärfung der Spielverordnung einleiten.

Damit werden Verwaltungsgerichte absehbar keinen Ansatz finden, anders als im Sinne der jetzigen Rechts- und Vertragslage zu entscheiden.

Trotz der durch irreführende PR erzeugten Fata Morgana* schaffte es die Aktie nicht, ihren Abwärtstrend zu durchbrechen.

Kurs Tipp24 SE: kleine Exit-Chance

Schlechte Zeiten für die Insider-Verkäufer des Jahres 2009 und die Mitwirkenden bei Elbsurfer Marketing, E-Sailors IT Solutions und Businesslotsen HR & Accounting.

*Fata Morgana: optische Täuschung durch viel heiße Luft

Nachtrag am 13.9.2010:

Die größte deutsche Lottogesellschaft, WestLotto führt zum Thema in ihrer Pressemeldung vom 10.9.2010 aus:

Online-Wetten sind weiterhin illegal

Die Richter in Luxemburg fordern Deutschland in ihrem Urteil auf, alle Glücksspielbereiche von den Sportwetten über Lotterien bis hin zu den bisher nicht erfassten Pferdewetten und Geldspielautomaten in Spielhallen und Gaststätten künftig einheitlich am Ziel der Spielsuchtprävention auszurichten. […] Der ohnehin für 2012 geplante neue Glücksspielstaatsvertrag wird durch das Urteil also wohl früher kommen, als zunächst erwartet […] An der Gültigkeit der aktuellen Fassung ändert das Urteil nichts.

Damit erklärt die Gegenseite in einfachen Sätzen ihre Strategie und bestätigt die Einschätzung von tipp24blog vom 9.9.2010.

Nachtrag am 14.9.2010:

Der Deutsche Lotto und Toto Block (DLTB) führte am 8.9.2010 in einer Pressemeldung aus:

DLTB: Glücksspielmonopol hat weiterhin Bestand

Heutige Entscheidungen des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) bestätigen Zulässigkeit eines ausschließlich staatlichen Glücksspielangebotes. Politik in Bund und Ländern muss nun Maßnahmen gegen suchtgefährdendes Automatenspiel ergreifen. Glücksspielanbieter aus anderen Ländern in Deutschland weiterhin illegal. […]

Der Europäische Gerichtshof hat klargestellt, dass die EU-Mitgliedsstaaten entscheiden können, ob sie ein Kommerzmodell oder ein am Gemeinwohl orientiertes Staatsvertragsmodell wollen“

Als Service für Qualitätsjournalisten setzen wir unsere kleine didaktische Gewinnspielreihe fort:

Alle Einsendungen an tipp24blog@ymail.com nehmen an der Verlosung eines Lotto-Dauerscheines teil.

Nachtrag am 18.9.2010:

Darauf, daß das Internet-Verbot weiter gilt, weisen die privaten Anbieter selbst durch ihren andauernden Verzicht auf Online-Werbung hin.

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Tipp24: Hamburger Mitarbeiter in 2009 in 3 Service-Firmen ausgelagert (Vorstand: Hans Cornehl)

Posted by tipp24blog - 02.09.2010

Aufschwung West. Das Schicksal der Anfang 2009 angeblich entlassenen 139 Mitarbeiter der Tipp24 SE hat sich kurzfristig nach ihrer „Entlassung“ zum Besseren gewendet. Während noch im Geschäftsbericht 2009 behauptet wurde, daß

„die Anstellungsverhältnisse von 139 Mitarbeitern am Hamburger Unternehmenssitz zum 31.3.2009 betriebsbedingt beendet“

worden sein sollen, wurde nun bekannt, daß die Mitarbeiter bereits seit Anfang 2009 in drei eigens gegründeten Hamburger Service-Firmen weiterbeschäftigt werden. Den Rest des Beitrags lesen »

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Tipp24 HV: Hans Cornehl versichert, bei Aktienverkauf nichts von Versicherungsproblem gewußt zu haben (Tipp24 Hauptversammlung)

Posted by tipp24blog - 09.07.2010

Chuzpe. Am 2.11.2009 verkündet Cornehl, daß die Versicherung EUR 21.700.000 für den Jackpot vom 23.9.2009 zahlt und auch der Selbstbehalt von EUR 10.000.000 durch ein erhöhtes Spielaufkommen kompensiert wird.

Ebenfalls am 2.11.2009 verkaufen Cornehl und Frau 30.000 Aktien zum Höchstkurs von € 29,94 für zusammen €898.308.

Einen Tag später, am 3.11.2009, enthüllt die Financial Times Deutschland, daß die Münchner Rückversicherung für den Jackpot nicht zahlen wird.

Am 8.6.2010 sagt Cornehl der Hauptversammlung, daß er in 2009 von einem Versicherungsproblem nichts gewußt haben will.

Klar.

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Tipp24 HV: Hans Cornehl kennt Tipp24-Kennzahlen nicht

Posted by tipp24blog - 27.06.2010

Blackout. Aus dem jetzt im Handelsregister veröffentlichten Protokoll der Hauptversammlung vom 8.6.2010 geht hervor, daß Noch-Vorstand Cornehl die wichtigsten Kennzahlen nicht kennt.

Frage eines Aktionärs:

„Wie hoch ist die Anzahl der registrierten Kunden?“ Den Rest des Beitrags lesen »

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Nach Münchner-Rück-Pleite: Cornehl verkauft für EUR 1,1 Mio. Tipp24-Aktien

Posted by tipp24blog - 08.11.2009

Noch-Vorstand Cornehl hat Tipp24-Aktien im Wert von EUR 1,1 Mio. verkauft, nachdem die Münchner Rückversicherung ihn darüber informierte, daß sie den Jackpot-Schaden von EUR 21,7 Mio. nicht regulieren wird.

Das geht aus der Statistik von insiderdaten.de vom 6.11.2009 hervor:

Insiderverkäufe von Cornehl nach der Münchner-Rück-Pleite

Insiderverkäufe von Cornehl nach der Münchner-Rück-Pleite

Noch am 2.11.2009 wie zuvor am 24.9.2009 hatte Cornehl die Welt wissen lassen, daß der Jackpot in dieser Höhe (EUR 21,7 Mio.) versichert sei.

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